Münchner S-Bahn (420 181-0)




Märklin hat ein Modell des 420er in München-blau herausgebracht, unter ArtNr.: 37504.
Schon als Kind hat mich die Baureihe 420 fasziniert, und so stand diese Modell recht weit oben auf meiner Wunschliste. Der Katalog versprach einen speziellen "Münchner" S-Bahn Sound. Leider entsprach der Sound, bzw. die Möglichkeiten des Dekoders nicht meinen Wünschen.
Also habe ich einen ESU Loksound Dekoder gekauft, mit 21 poliger MTC Schnittstelle (ESU 62499), um den Märklin Dekoder zu ersetzen.

Problem Nummer 1, das Öffnen des Zuges.
Märklin zeigt in der zugehörigen Anleitung eine Skizze, in der das Lokgehäuse in sich verwunden wird, um es abzunehmen.
Das ist auf den ersten Blick nicht sehr Vertrauen erweckend, aber es funktioniert! Ich habe den Zug inzwischen mehrfach geöffnet. Das Gehäuse muss tatsächlich mit Kraft verdreht werden, bis es anfängt, sich aus den Rastnasen zu lösen. Bei den feinen Dachaufbauten erfordert dieses Vorgehen etwas Mut.
Das Umstecken des Dekoders macht dann keine Schwierigkeiten, es ist aber darauf zu achten dass der Lautsprecher getauscht werden sollte (ESU verlangt für optimalen Klang einen Lautsprecher mit 100 Ohm). Der ESU mitgelieferte 23mm Lautsprecher passt mechanisch gut in den Zug, wenn auch die Schallkapsel nur mit einer Schraube angeschraubt werden kann. Eine Schraube und die Nase am Lokgehäuse halten den Lautsprecher in meinen Augen hinreichend genug fest. Auf dem folgenden Bild ist die Schallkapsel in der Gehäusenase gut zu erkennen.



Die nächste Hürde, der Dekoder lässt sich mit dem Lokprogrammer nicht auslesen / programmieren.
Zum Vergleich habe ich eine frühere Version der S-Bahn angesehen. Dabei ist aufgefallen, dass bei der Münchner Variante einige Bauteile nachträglich auf der Platine ergänzt wurden.


Die beiden 47F / 16 V Elkos


Der Stützkondensator zwischen Vcc (orange) und GND (lila).
Auf dem Bild ist der Kondensator selber nicht sichtbar, nur die Punkte an denen er über die sichtbaren Kabel angelötet ist.

Nach dem Entfernen dieser Bauteile lässt sich der Dekoder mittels des ESU Lokprogrammers problemlos auslesen und beschreiben.
ESU stellt schon ein BR 420 Soundprojekt zur Verfügung, welches von Fahrgeräusch her schon gut klingt. Die übrige Geräuschkulisse konnte mich in diesem speziellen Fall nicht überzeugen. Daher habe ich mir Originalaufnahmen aus Mitfahrten in der Münchner S-Bahn besorgt, zu einer Zeit, als der 420er dort noch fuhr. Diese Aufnahme ist einer der Gründe, warum ich Mitglied in der Interessengemeinschaft S-Bahn München e.V. geworden bin. Mit dem angepassten Soundprojekt klingt der Zug jetzt fast perfekt.

Ein Hinweis noch, zur Schleiferumschaltung:
Dafür wird der F4 Ausgang des Dekoders genutzt, Einstellung siehe Screenshot: